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Das etwas andere Workout: Gehirntraining mit Lumosity

Das Gehirn ist ein Arbeitstier, aber es will auch gefördert werden, sonst feuert es arbeitslose Zellen. Mit diesem Prinzip arbeitet Lumosity: Jeden Tag ein kleiner Workout, damit das Gehirn mal wieder ein wenig ins Schwitzen kommt. Dabei gibt es aber nicht ausschließlich Kopfrechenaufgaben, sondern vielfältige kleine Spiele zur Auswahl. So tut der Nutzer fast unbemerkt etwas für sein Oberstübchen und hat auch noch Spaß dabei.

Zutritt nur für Mitglieder! Um die App nutzen zu können, muss man sich einen Lumosity-Account anlegen (verlangt werden Vorname, Email-Adresse und Geburtsdatum). Anschließend kann man der App das Geschlecht und den Bildungsgrad verraten, dies ist aber freiwillig. Darüber hinaus muss man in der App definieren, was man eigentlich trainieren möchte. Es gibt in den Bereichen Erinnerungsvermögen, Aufmerksamkeit und Geschwindigkeit bestimmte Fertigkeiten, die man auswählen kann: Beispielsweise “Neue Dinge schneller lernen” oder “Bessere Konzentration”.




Das Vorgehensprinzip von Lumosity: Sag uns was du erreichen willst, wir bieten dir das Training dafür




Vor jedem Mini-Spiel gibt es eine kurze Erklärung. Gut durchlesen, es geht beim Spiel um Zeit!

Dann geht es auch schon los: Erstes Mini-Spiel, erste Fertigkeit die trainiert wird. Nach einer kurzen Spielerklärung zählt ein Timer runter und das Spiel beginnt. Es geht dabei kurz gesagt darum, in möglichst kurzer Zeit richtige Entscheidungen zu treffen – beispielsweise bezüglich Zahlen, Farben und Richtungen. Sobald die Zeit abgelaufen ist, wird dir dein Score mitgeteilt und in deine persönliche Bestenliste eingetragen. Idealerweise wird der Score mit jedem Training besser.

Eine gewisse Hürde gibt es allerdings: Englisch. Die App gibt es nicht auf Deutsch. Da die Spiele, die ich in der App gesehen habe allerdings größtenteils ohne Worte auskommen, sollte die App auch ohne gute Englischkenntnisse nutzbar sein. Bei den Spielerklärungen kann man sich so viel Zeit nehmen wie man möchte, also kann man problemlos Google Translator um Hilfe bitten. Es gibt aber einige Spiele, bei denen beispielsweise die Farben auf Englisch bekannt sein müssen. Also wiederholt mal wie das mit black, blue, red, yellow war (soweit ich mich erinnere waren das alle Farben, die vorkamen) und schon steht dem Spaß nichts mehr im Wege.




Viele Inhalte sind nur mit Premium-Account nutzbar – eine kostspielige Angelegenheit…

Die App ist auf den ersten Blick kostenlos und werbungsfrei. Allerdings fallen schon beim ersten Training auf, dass bestimmte Trainingsbereiche übersprungen werden. Um die trainieren zu können will Lumosity Geld sehen, und nicht zu knapp: 1 Monat kostet 11,95 €, 1 Jahr 59,95 €. Zu diesem Premium-Account gehören neben den mobilen Spielen auch noch zahlreiche Spiele für den Desktop-PC. Ob das Gehirntraining dieses Geld wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Lumosity herunterladen

Article source: http://www.android-user.de/Apps/Das-etwas-andere-Workout-Gehirntraining-mit-Lumosity

Android Wear: was es ist und wozu es gut ist

Der Computer am Handgelenk. Wenn man eine smarte Uhr so definiert, dann gibt es Smartwatches schon seit Jahrzehnten. In Erinnerung sind wohl bei den meisten Leserinnen und Lesern noch die Casio-Uhren mit kompletter Tastatur und Taschenrechner aus den 80-er Jahren, aber auch Uhren mit GPS, eingebauter Kamera oder Touchscreen sind alles keine wirklichen Neuheiten. Wer’s nicht glauben will, wirft am besten mal einen Blick in die Galerie der Meilensteine von Casio. Auch eine Uhr mit Linux ist nichts neues: IBM arbeitete schon im Jahr 2000 an Armbanduhren mit Linux-Betriebssystem als Proof of Concept. Mit der zunehmenden Verbreitung von Handys, mobilen MP3-Playern und Smartphones verloren aber die digitalen Spielzeuge etwas an Bedeutung und der portable Computer wanderte vom Handgelenk in die Hosentasche.

Die Entwicklung der letzten vier Jahre dürfte noch bei allen in Erinnerung sein: Das iPhone sorgte dafür, dass sich der Touchscreen durchsetzte und anschließend startete Android seinen Siegeszug. Die Gerätevielfalt wurde immer größer in im praktisch gleichen Umfang, wie die Zahl an Android-Geräten wuchs, vergrößerten sich auch die Displays der Smartphones, sodass wir heute bei praktisch 5 Zoll als Standardgröße angelangt sind. Alles darunter gilt als “Mini” oder “Compact” und alles darüber als Phablet oder Note-Gerät.

Kurze Geschichte der Wearables 

Die neue Generation an Wearables kam ums Jahr 2010 auf. Als Pionier gilt Sony Ericsson mit der LiveView. Dabei handelte es sich um ein (nicht smartes) 1,3-Zoll-Display mit 128 x 128 Pixeln, das via Bluetooth Informationen vom Handy auf das Display am Handgelenk “beamen” konnte. Ab 2012 gab es auf verschiedenen Crowdfunding-Plattformen Projekte für Sportarmbänder und kleine Smartphones. Als Vorläufer der aktuellen Modelle kann man unter anderem die Pebble Watch und die Fitbit-Armbänder bezeichnen. Einige Hersteller verfolgten anschließend das Ziel, smarte Uhren mit einem kompletten Android-System auszustatten. Zu den Pionieren gehört hier der Onlineversand Pearl, der als eine der ersten europäischen Firmen im Herbst 2013 eine Smartwatch auf den Markt brachte, mit der man auch telefonieren konnte. Sony und Samsung brachten später neue Android-Smartwatches mit komplettem Betriebssystem heraus. Bei den meisten Geräten ließ aber die Akkulaufzeit zu wünschen übrig.

Sinn und Zweck von Android Wear

Bei der Präsentation von Android Wear auf der Google I/O stieg David Singleton mit Daten und Fakten zur Nutzung von Smartphones ein. Dabei machte er deutlich, dass wir täglich sehr oft unser Smartphone aus der Hosentasche holen, um eigentlich nur eine eingegangene Benachrichtigung abzuarbeiten, dann aber tiefer versinken und doch noch mal schnell die E-Mails checken oder Facebook aufrufen. Das verlängert die Zeit, in der wir uns nicht mit unserer echten Umwelt beschäftigen. Hier setzt Android-Wear an: Google möchte mit Android-Wear den Nutzern die Notwendigkeit nehmen, nur um eine eingegangene Mail, Nachricht oder ähnlich zu lesen, das Smartphone aus der Tasche ziehen zu müssen. Das zweite Display am Arm soll diesen Job übernehmen und schnell die geforderten Informationen liefern ggf. mit ihnen interagieren und sich dann ebenso schnell wieder in den Stand-By-Modus versetzen. Dadurch minimiert sich die Möglichkeit, “länger hängen zu bleiben” als ursprünglich gewollt. Android Wear soll die zentrale Anlaufstelle für Informationen und Benachrichtigungen sein, die unkompliziert vom Handgelenk aus abgerufen werden können.




Die Android-Wear-App soll die Smartphone-App sinnvoll ergänzen, nicht ersetzen. Bildquelle: android.com

Karten und Bedienung

Das gesamte Android-Wear-System ist in Karten aufgebaut, die denen von Google Now ähnlich sind und vom Smartphone übertragen werden. Vom zentralen Ausgangselement der Uhr lässt sich vertikal durch die Karten swipen. Diese sind chronologische geordnet, sodass die neusten Informationen immer am Anfang zu finden sind. Mit einem Swipe nach rechts lassen sich Karten entfernen, die zugehörige Notification am Smartphone verschwindet dann auch. Karten stehen für bestimmte Informationen bereit. Dazu gehören unter anderem eingegangene SMS und Mails, WhatsApp-Nachrichten, ein anstehender Flug oder das Wetter. Welche Karten zur Verfügung stehen, hängt dabei vom Smartphone ab, das mit dem Android-Wear-Gerät gekoppelt ist. Befindet sich darauf zum Beispiel eine App zum Kochen, dann kann diese ebenfalls entsprechende Karten auf das Wear-Gerät übertragen, eine Fahrrad-Navi-App ebenso und so weiter.

Von Haus aus bestehen die Karten nur aus einer einfachen Spiegelung der Android-Benachrichtigungen und der Google-Now-Karten, die auch am Smartphone vorzufinden sind. Darüber hinaus kann jede Karte weitere Funktionalitäten und Informationen anbieten, die durch einen Wisch nach links hervorgerufen werden. Möglich Interaktionen zeigt Android Wear durch große, fast bildschirmfüllende blaue Buttons an. Diese zusätzlichen Infos können zum Beispiel bei einer Flug-Karte der Boarding-QR Code oder genauere Informationen zum Flug sein.

Android Wear hält sich eigentlich an das Motto “Eine Information − eine Karte”, manchmal brechen aber selbst die Google-eigenen Apps wie Hangouts oder Gmail diese Richtlinie und bieten eine Interaktion an, die ganze Konversationen oder andere lange Texte anzeigt. Das überfordert jedoch eher als dass es nützt. Hier ist gut zu sehen, dass Google selbst noch nicht immer hundertprozentig weiß, wie die Benutzerführung sein soll, Android Wear ist also teilweise noch Work in Progress.

Article source: http://www.android-user.de/Aktuell/Android-Wear-was-es-ist-und-wozu-es-gut-ist

Spox Live Score – alle Fußball

Nach dem du die App geöffnet hast gehst du entweder sofort auf alle derzeit verfügbaren Fußball-Ergebnisse, oder aber du personalisierst die App speziell für dich, indem du deine Lieblingsclubs zu deiner Favoriten-Liste hinzufügst. Vom 1. FC Köln über Eintracht Frankfurt, BVB bis hin zu Bayern München sind alle Clubs vertreten. Hinter jeder Mannschaft befindet sich ein Stern-Symbol, welches sich durch einen Klick darauf rot verfärbt. Die ausgewählte Mannschaft ist somit unter dem Menüpunkt Favoriten abrufbar. Hier wird dir dann angezeigt, wann das letzte Spiel war, mit welchem Ergebnis es ausgegangen ist sowie wann das nächste Duell ansteht.

Die Bundesliga-Spiele findet du im Menüpunkt “Wettbewerbe”. Mit einem Klick “Bundesliga” auswählen und schon wird die Tabellenübersicht aller in der Bundesliga spielenden Vereine angezeigt. Ob das Spiel von einer Mannschaft gewonnen, verloren oder unentschieden gespielt wurde ist tabellarisch ersichtlich. Wenn du wissen möchtest welche Spieler im Kader aufgestellt sind, findest du ebenfalls eine Auflistung bei Spox. Diese beinhaltet die Anzahl der geschossenen Tore, gelbe sowie rote Karten des jeweiligen Spielers.




Über einen Fingertip auf das Stern-Symbol fügst du eine Mannschaft zu den Favoriten hinzu.

Wenn du ein bestimmtes Spiel unter keinen Umständen verpassen möchtest benutzt du die integrierte Alarmfunktion der App. Nach dem Anschalten des Alarm-Buttons und dem Markieren des Spieles, welches du nicht verpassen möchtest, wirst du bei Anpfiff des Spieles durch die Alarmfunktion daran erinnert dein TV Gerät anzuschalten und dir 90 Minuten lang das runde Leder anzuschauen.




Mit Spox bist du immer up to date was die Fussballergebnisse betrifft.

Du interessierst dich nicht für die Bundesliga? Kein Problem: Spox Live Score hält Live-Resultate zu vielen weiteren Ligen aus der ganzen Welt bereit. Die App Spox Live Score ist kostenlos im Play Store erhältlich. Der Dienst finanziert sich über Anzeigen am unteren Bildschirmrand und teilweise bildschirmfüllende Werbung.

Spox Live Score herunterladen

Article source: http://www.android-user.de/Apps/Spox-Live-Score-alle-Fussball-Ergebnisse-im-Liveticker-auf-deinem-Smartphone

HTC verlost eine Special Phunk Editon des HTC M8 in Amber Gold

Das ist die Chance für HTC- und Phunk-Fans ein ganz besonderes Smartphone zu gewinnen. Die Special Editions des HTC One M8 sind nicht im Handel erhältlich. Deshalb veranstaltet HTC Dach einen Wettbewerb und verlost dabei ein HTC One M8 in Amber Gold in der speziellen Phunk-Version mit gravierter Rückseite. Um mitzumachen und zu gewinnen musst du lediglich ein besonders kreatives Foto auf http://www.htchange.de/phunk hochladen und auf möglichst viele Facebook-Likes hoffen. Das Foto mit den meisten Likes gewinnt ein HTC One M8 in der Farbe “Amber Gold” und natürlich mit dem speziellen Phunk-Motiv. Die Aktion dauert noch bis Ende September, es lohnt sich also, mitzumachen!




Dieses HTC One M8 könnte schon bald dir gehören…

Zum Gewinnspiel…

Article source: http://www.android-user.de/Aktuell/HTC-verlost-eine-Special-Phunk-Editon-des-HTC-M8-in-Amber-Gold

Mit Blinkist Sachbücher in Rekordzeit lesen

Die Idee hinter Blinkist ist genial. Statt einen 300-Seiten-Wälzer durchzulesen, zieht man sich einfach in 15 Minuten eine Zusammenfassung der Kerninhalte rein. Was bei Literatur und Poesie nicht wirklich klappt, ist bei Sachbüchern oft möglich, ohne zu viel vom Inhalt abzuschneiden. Denn schließlich geht es dabei um das Übermitteln von Wissen, nicht nur um Unterhaltung. Die jetzt gestartete Android-App bietet allen Android-Anwendern Zugriff auf die Kurzbücher. Die App ist sehr schön gelungen und nicht einfach nur ein billiger Abklatsch der iOS-Version. Die eigene Android-Variante hat aber auch Nachteile: Es sind noch lange nicht alle Features der iOS-App integriert und auch im direkten Vergleich zur (mobilen) Webseite fehlen noch Funktionen. So bemängeln zum Beispiel einige Nutzer die Möglichkeit, sich wie gewohnt mit dem Xing-Account anzumelden. Warum man aber dafür gleich Einstern-Bewertungen vergeben muss, ist mir nicht ganz klar geworden, schließlich kann man sich ganz einfach via Blinkist-Account anmelden. Der Login ist zudem nur einmal bei der Installation der App notwendig.




Die deutschen Titel erscheinen erst, wenn man in den Einstellungen die App auf Deutsch umstellt.




Die Android-App ist keine schlechte Kopie der iOS-Version sondern schön an Android angepasst.

Ich hatte Blinkist bereits in der Betaphase installiert und mir die App ab und zu angeschaut. Für neue Nutzer fehlt zunächst die Information, dass es die App auch in Deutsch gibt. Hier hilft ein Blick in die Einstellungen. Dann erscheinen auch die deutschen Bücher, die allerdings noch stark in der Minderheit sind.

Mit den Originalinhalten auf knapp 300 Seiten haben die zusammengekürzten Bücher manchmal nicht mehr viel gemeinsam, zumindest ist mir das bei “Denken wie ein Buddha” von Rick Hanson besonders aufgefallen. Die Zusammenfassungen vermitteln auch keinerlei Stimmung, wie bei einem gewöhnlichen Buch, von Buddha bleibt da nicht mehr viel übrig. Die Zusammenfassungen von Blinkist können aber auch ein guter Grund sein, sich das ganze Buch dann zu holen.




Die Leselisten enthalten viele praktische Büchertipps.

Wer den Dienst regelmäßig nutzen möchte, muss nach einer dreitägigen Probephase ein kostenpflichtiges Abo abschließen, das in der App entweder neun Euro pro Monat oder 55 Euro pro Jahr kostet. Auf der Webseite gibt es auch ein Dreimonatsabo, die Preise sind zudem deutlich günstiger. Blinkist verspricht auf der englischen Webseite, jeden Monat rund 40 neue Titel der Bibliothek hinzuzufügen.

 




Der unbegrenzte Zugang schaltet sämtliche Bücher frei. Laut Anbieter gibt es davon je 40 neue Titel im Monat.

 

Fazit

Für bestimmte Themen sollte man sich weiterhin Zeit nehmen, für alles andere gibt es Blinkist. Wer den Dienst noch nicht kennt, sollte sich die App unbedingt mal anschauen. In den drei Trial-Tagen liest man locker 10 bis 20 Blinkist-Bücher. Aktuell gibt es mit dem Rabattcode “androidishere” zudem 30 Prozent Rabatt auf das erste Jahr. Der Code lässt sich aber nur über die Blinkist-Webseite einlösen, nicht über die App!

Blinkist herunterladen

Article source: http://www.android-user.de/Apps/Mit-Blinkist-Sachbuecher-in-Rekordzeit-lesen

News: Discourse in Version 1.0 veröffentlicht

Ein Jahr nach ihrer Gründung steht die freie und offene Diskussionssoftware »Discourse« allen Nutzern in der ersten stabilen Version zum Bezug bereit. Zu den Grundfunktionen der Diskussionsplattform gehören unter anderem verschiedene Ansichten, leichte Bedienung, Plugin-Unterstützung und Statistikfunktionen.

Article source: http://www.pro-linux.de/news/1/21462/discourse-in-version-10-veroeffentlicht.html

News: Poetterings Vision von der Linux-Distribution der Zukunft

Software::Entwicklung

Poetterings Vision von der Linux-Distribution der Zukunft

Lennart Poettering, Hauptentwicker von Systemd, hat in einem langen Blogeintrag seine Vision niedergeschrieben, wie zukünftige Linux-Distributionen erstellt und aktualisiert werden sollten.

Systemd-UI


Sievers

Systemd-UI

Poettering hatte bereits im Juni in seinem Blog über die Pläne für zustandslose Systeme berichtet, die bereits mit Systemd 215 als Teil der
Software erschienen sind. Der jetzige Ausblick in eine mögliche Zukunft baut auf diesen Ideen auf.

Zunächst skizziert der Autor die Probleme der Entwickler, die er beim derzeitigen Zustand mit relativ strikter Trennung zwischen Upstream und den Maintainern in den Distributionen sieht. Dabei seien die Entwickler stark von den Maintainern der jeweiligen Distributionen abhängig, was die Art und den Zeitpunkt der Veröffentlichung angeht. Zudem seien für den Entwickler zuverlässige Tests seiner Software bei der Vielfalt an Distributionen und den vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Bibliotheken, Runtimes und Frameworks kaum möglich. Das Entwickeln einer Software für mehrere Distributionen sei zudem zu zeitaufwendig.

Aber nicht nur den Entwicklern ist der Veröffentlichungszyklus der gängigen Distributionen oft zu behäbig, auch der Endanwender möchte neue Software möglichst zeitnah nutzen können und trotzdem darauf bauen können, dass sie sowohl sicher als auch funktional ausgereift ist. Poettering sieht verschiedene Ansätze, die versuchen, diese Probleme anzugehen, dies seien allerdings jeweils nur Teillösungen. Er erwähnt in diesem Zusammenhang Ubuntu Apps, Docker, Software Collections, ChromeOS und CoreOS. Sie nähmen sich jeweils nur eines Teilaspekts entweder der Anwenderseite oder der Entwicklerseite an. Keines dieser Projekte versuche allerdings, den gesamten Problemkomplex in den Kernkomponenten des Betriebssystems zu beheben.

Das Systemd-Team möchte diese Probleme im Rahmen von Systemd lösen. Dies soll in einer generischen Weise geschehen, die durch ein langsames Ausrollen den Distributionen genug Zeit lässt, die Änderungen adäquat zu integrieren. Im Endeffekt geht es Poettering und seinen Mitstreitern dabei um Systeme, die sich weitgehend selbst installieren und administrieren können. Beispielsweise verfolgt CoreOS einen solchen Ansatz auf Serverebene, bei dem zwei Root-Dateisysteme auf zwei Partitionen nebeneinander existieren, von denen jeweils nur eine schreibbar eingehängt ist. So sind automatische Upgrades über viele Server möglich. Im Fall eines Fehlers wird das zweite Dateisystem mit dem alten Stand der Software eingehängt.

Dabei soll die angestrebte Lösung für das gesamte System, für Betriebssystem-Container, einzelne Applikationen, für ABIs und mehr funktionieren. Die daraus resultierenden Images sollen von der Firmware über den Bootloader, den Kernel und die Initrd bis zu den Applikationen voll vertrauenwürdig sein. Es folgt die geplante technische Umsetzung für die vorgeschlagenen Änderungen. Dabei spielt das Name-Spacing des Kernels ebenso eine Hauptrolle wie Btrfs mit seinen vielfältigen Optionen, von denen noch in Entwicklung seien. Dabei spielen Sub-Volumes, auch als Snapshots bezeichnet, eine gewichtige Rolle. Verschiedene Sub-Volumes, die vordefiniert und mit festen Bezeichnungen versehen werden, erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

So könnte, wie bei der Idee der »Stateless Systems« bereits angerissen, ein Sub-Volume mit der Bezeichnung root beispielsweise /etc und /var, aber nicht usr, das ein eigenes Sub-Volume erhält, aufnehmen. Auch das Heimatverzeichnis eines Anwenders würde nach erfolgter Legitimierung durch den Anmeldemanager aus einem Snapshot eingehängt. Für Applikationen wird zur Laufzeit im Dateisystem ein Name-Space erstellt und ein generisches Sub-Volume für Apps in /opt eingehängt und mit /usr und /home/user verknüpft. Auch Entwickler sollen profitieren, indem sie ihre Software in unterschiedlichen Name-Spaces unter unterschiedlichen Bedingungen, die über eingehängte Sub-Volumes definiert sind, bauen.

Als Anwendungsfall beschreibt Poettering die Möglichkeit, mehrere Betriebssysteme oder mehrere Instanzen eines Systems sowie multiple Runtimes und Frameworks in einem Btrfs-Volume gleichzeitig vorzuhalten. Als Beispiel dient ein Fall, wo Fedora, Mandriva und Arch Linux diesem Schema folgen und entsprechende Images bereitstellen. Desktop-Umgebungen stellen in diesem Szenario den Entwicklern entsprechende Runtimes und Frameworks zur Verfügung. Zudem sei vorausgesetzt, LibreOffice und Firefox bedienen dieses Schema. Poettering zeigt auf, wie all dies mittels Sub-Volumes in verschiedenen Architekturen in einem einzigen Btrfs-Volume installierbar ist. Ob nun die verschiedenen Versionen von Apps wie Firefox mit Mandriva oder Arch Linux gestartet werden spielt keine Rolle, da ihnen jeweils beim Start die passende Runtime zugeordnet wird.

Um die Sub-Volumes auf die Hardware zu bekommen und sie zu aktualisieren kommt eine Btrfs-Funktion namens send-and-receive ins Spiel, die den Vergleich zweier Systemversionen erlaubt und die Unterschiede in ein eine binäre Delta-Datei schreibt. Entwickler können diese Deltas auf Endanwendersysteme schieben, um diese zu installieren oder aktuell zu halten. Dieses Vorgehen soll exakt gleich für das gesamte System, für Apps, Frameworks oder Runtimes funktionieren. Auch für Serverlandschaften sieht Poettering Vorteile dieses generischen Distributionsmodells, indem etwa /usr-Bäume auf dem Server erstellt und an Clients verteilt werden. Durch Erstellen eines neuen Sub-Volumes könnten sie dort etwa in Container verpackt werden. Auch für eingebettete Systeme in TV-Geräten, Set-Top-Boxen oder Telefonen sollen Entwickler das gleiche Schema umsetzen können.

Poettering nimmt die Frage nach der Reife von Btrfs vorweg, indem er klarstellt, alle Sub-Volumes außer dem für das Heimverzeichnis seien strikt nur lesbar. Derzeit sei man dabei die grundlegenden Bausteine für solch ein System zu erstellen, die Umsetzung insgesamt werde einiges an Zeit brauchen. Einige benötigte Funktionen in Btrfs seien zwar in Arbeit, aber noch nicht fertiggestellt. Dazu zählen etwa das Signieren und Verschlüsseln, um eine Kette des Vertrauens über das gesamte System zu gewährleisten. Einige Schritte auf dem Weg zum fertigen Schema sollen vorab bereits in neuen Systemd-Versionen verfügbar sein. Abschließend stellt Poettering klar, dass die angedachten Funktionen nicht in Stein gemeißelt sind, sondern sich im Lauf der Entwicklung bestimmt einiges ändern wird. Zudem stellt er klar, dass dieses System zwar in Systemd integriert sein soll, aber das das Team dies nur mit Hilfe aus den Distributionen wird umsetzen können

Poettering wird seine Ideen im Oktober auf der LinuxCon in Düsseldorf in einem Vortrag illustrieren.

Article source: http://www.pro-linux.de/news/1/21461/poetterings-vision-von-der-linux-distribution-der-zukunft.html

News: Neptune 4.1 erschienen

Das Neptune-Team hat die Version 4.1 der Distribution veröffentlicht. Die neue Version verbessert das System durch etliche Korrekturen und Aktualisierungen.

Article source: http://www.pro-linux.de/news/1/21463/neptune-41-erschienen.html

News: Alles Gute

20 Jahre ist es her, als mit dem »Linux Magazin« eine der ersten und damit auch ältesten Publikationen zum Thema Linux in Europa erschien. Zur Feier des Jubiläums präsentiert die Redaktion nun eine Sonderausgabe, die diverse Beilagen und Sonderthemen enthält.

Article source: http://www.pro-linux.de/news/1/21464/alles-gute-zwanzig-jahre-linux-magazin.html